# Risikowert Der **Risikowert** ist der wichtigste Parameter für die Priorisierung von Schwachstellen. Er wurde entwickelt, um das Rauschen traditioneller, auf dem Schweregrad basierender Ansätze zu durchbrechen und hervorzuheben, was wirklich wichtig ist. Im Gegensatz zu eigenständigen CVSS-Bewertungen, die oft zu einer großen Anzahl von Schwachstellen mit den Einstufungen „Kritisch“ und „Hoch“ führen, liefert der Risikowert eine einzelne, gezielte Prioritätszahl auf einer Skala von **0 bis 10**, sodass sich Teams auf eine prägnante und umsetzbare Menge von Risiken konzentrieren können. ![Risikowert vs. CVSS](https://cdn.manageengine.com/sites/meweb/images/desktop-central/help/vulnerability-remediation/risk-score.png) Der Risikowert reduziert das CVSS-Rauschen, indem er wirklich ausnutzbare und folgenreiche Schwachstellen priorisiert. Dieses KI-/ML-gestützte Bewertungsmodell bewertet mehrere reale Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkungen einer Ausnutzung beeinflussen. Das Modell analysiert fortlaufend: - **Verfügbarkeit von Exploits:** Vorhandensein öffentlich verfügbarer oder bewaffneter Proof-of-Concepts. - **Aktive Ausnutzung:** Nachweise über bekannte ausgenutzte Schwachstellen und Angriffe in freier Wildbahn. - **Interesse von Bedrohungsakteuren:** Erwähnungen in Untergrundforen und Aktivitäten von Ransomware-Partnern. - **CVSS-Schweregrad:** Basis-Schweregrad, der die inhärenten technischen Auswirkungen angibt. - **Vorhergesagte Exploit-Wahrscheinlichkeit:** Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung auf Grundlage von Modellen wie EPSS. - **Alter der Schwachstelle:** Zeitraum, in dem die Schwachstelle bereits offengelegt ist. - **Verfügbarkeit von Abhilfemaßnahmen:** Verfügbarkeit von Patches oder Minderungsmaßnahmen. - **Verbreitung:** Anzahl der betroffenen Endpunkte innerhalb der Umgebung. - **Dauer der Exponierung:** Zeitraum, in dem die Schwachstelle in der Umgebung unbehandelt bleibt. - **ML-gestützte Erkenntnisse:** Schwachstellenübergreifende Korrelationen und historische Muster des Exploit-Verhaltens. Durch die Korrelation dieser vielfältigen Eingaben reduziert der Risikowert das überwältigende Volumen an Schwachstellen, die typischerweise als kritisch oder hoch eingestuft werden, erheblich. Stattdessen grenzt er die Teilmenge ein, die tatsächlich ausnutzbar ist und hohe Auswirkungen hat, sodass Sicherheitsteams schneller und effektiver handeln können. Ein höherer Risikowert weist auf eine größere Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung und potenzielle geschäftliche Auswirkungen hin, wodurch diese Schwachstellen oberste Priorität für die Behebung erhalten. Dies macht ihn besonders nützlich für **Sortierung, Filterung und SLA-gesteuerte Workflows** und stellt sicher, dass Behebungsmaßnahmen am tatsächlichen Risiko statt an der theoretischen Schwere ausgerichtet sind. Im Wesentlichen verwandelt der Risikowert das Schwachstellenmanagement von einem volumengetriebenen Prozess in eine **risikoorientierte Strategie** und hilft Teams, mit Zuversicht zu priorisieren und sich nur auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Um zu erfahren, wie Sie Schwachstellen mithilfe des Risikowerts anzeigen, priorisieren und filtern können, lesen Sie [diese Seite](https://www.manageengine.com/de/desktop-central/help/vulnerability-remediation/assess-and-remediate-vulnerabilities.html).